9. Stafellauf im Faulenquartier

02.06.2011: (mg) - Der 9. AOK-Staffellauf im Faulenquartier wartete auch in diesem Jahr mit einer Extremität auf – dem Wetter. War es im vergangenen Jahr noch ungemütlich und nasskalt, so fiel gestern um neun Uhr der erste Startschuss bei tollem Vatertagswetter. Die Teilnehmerzahl lag mit 116 ins Ziel gekommenen Staffeln ungefähr auf Vorjahresniveau.
 
Nach knapp zweieinhalb Stunden war auch die letzte Staffel über fünf Mal knapp fünf Kilometer zu laufende Strecke im Ziel. Organisator Utz Bertschny von Sport Ziel bilanzierte: „So viele hatten wir insgesamt noch nie.“ Das kompakte Format der Veranstaltung hat sich also bewährt – zum Mittagessen waren alle wieder zu Hause. Die zu laufenden Strecke ist nicht genau fünf Kilometer lang aber sehr abwechslungsreich und läuferisch anspruchsvoll. „Die giftigen Anstiege in den Wallanlagen zu Beginn der Laufrunde haben es in sich. Da darf man nicht überziehen“ wies beispielsweise Bernhard Oldigs vom ATS Buntentor auf die Besonderheit der Laufstrecke hin.
 
Ein Kriterium, das die erfahrenen Läufer vom Marathon Club Bremen, zugleich Mitveranstalter, eigentlich hätten mit ins Kalkül ziehen müssen. Nach zwei Wechseln lagen sie noch in Führung, dann zogen aber „Die Bären“ vom 1. TCO Oldenburg vorbei und siegten später deutlich. „Es war nicht unsere Bestbesetzung“ gab Ingo Müller vom MCB zu, „aber so deutlich hätte das Ergebnis nicht ausfallen müssen“. Zudem schob sich in der zweiten Hälfte des Rennens noch ein Team von der Fitness Lounge, „Too fast for training“ mit Stefan Bölke als Mannschaftskapitän zwischen die beiden Dauerrivalen. Ihre Siegerzeit aus dem Vorjahr von 1:11:31 Stunden konnten die Oldenburger jedoch nicht toppen, diesmal stoppte die Uhr bei 1:13:39 Stunden.
 
Super spannend war der Wettbewerb der Frauen. Um einen Wimpernschlag war das Damen-Team der Fitness Lounge „Faster than light“ unter Leitung von Friederike Arlt am Ende schneller als das Siegerteam 2010, „Vegefeuer“ aus Bremen-Nord. „Am Ende habe ich einfach nicht aufgepasst“ räumte deren Schlussläuferin Rebecka Weise-Jung freimütig ein. Wobei sie vielleicht doch auch einen Hintergedanken hatte: „Als Siegerin hätte ich beim swb-Marathon mitlaufen müssen. Das wollte ich heute noch nicht entscheiden“, fügte die Nordbremerin augenzwinkernd hinzu. Die Zeit von 1:28:00 Stunden war allerdings auch fast zwei Sekunden langsamer als im Vorjahr.
 
Die schnellste laufende Firma wird erneut durch die Bremer Polizei gestellt. So freuten sich die siegreichen Beamten nach 1:21:26 Stunden, einmal nicht aus dienstlichen Belangen nach Berlin fahren zu müssen, sondern zur Leichtathletikgala ISTAF ins Olympiastadion eingeladen zu werden. Dies war nämlich der in diesem Jahr von den Veranstaltern ausgelobte Sonderpreis.