Leichtathletik A-Anlage in Bremen

19.03.2008: (MR) - Das Präsidium des Bremer Leichtathletik-Verbandes ist seit anderthalb Jahren, nach Bekanntgabe, dass das Weserstadion in ein reines Fußballstadion umgebaut werden soll, dabei, die Politik darauf aufmerksam zu machen, dass damit nach dem Sportfördergesetz ein Ersatz zu schaffen ist.
 
Es ist Fakt, dass es nach dem Verlust der Weserstadionrundbahn in Bremen keine A-Anlage mehr gibt, die es uns ermöglicht, eine höherrangige Meisterschaft auszurichten. Platz 11 am Weserstadion war als Trainingsanlage umgebaut worden und unterliegt immer mehr Beschränkungen aufgrund der höherrangigen Rechte des Fußballs, obwohl Platz 11 als Bezirkssportanlage ausgezeichnet ist. Nach diversen Vorgesprächen und mit Unterstützung des LSB Präsidenten hat auch das gesamte Parteienspektrum im Vorfeld der Wahlen zugestimmt, dass die Forderung des BLV auf eine Ausgleichmassnahme berechtigt ist, und die Forderung wurde von allen Parteien unisono unterstützt.
 
Der Sportsenator Willi Lemke hat nach einem offiziellen Gespräch zu diesem Thema, auf eine dezidierte Beschreibung aller möglichen Anlagen in Bremen durch den BLV, entschieden, dass ein Kostenprofil für die Erstellung einer A-Anlage in Huchting und Obervieland einzuholen ist. Dies ist Kooperation mit den beiden dort ansässigen Vereinen geschehen. Hier ist ein Umbau in Obervieland mit ca. € 1,91 Mio., in Huchting mit ca. € 2,4 Mio. berechnet worden. Daraus resultiert die Empfehlung des Sportamtes an den Senator, den Umbau in Obervieland zu planen. Inzwischen korrigiert ist die Einschätzung dieses Planspieles, dass in Huchting der Bau einer Tribüne nicht möglich ist, dieses ist nach Aussage des Planungbüros gegenüber Huchting nunmehr wohl doch möglich. Zur Zeit ist der Senator bemüht, diese knapp € 2 Mio. im Senat als Sondermittel für den Sport bereitgestellt zu bekommen.
 
Der Bremer Leichtathletik-Verband hat den Bau einer A-Anlage nach Sportfördergesetz gefordert- sich jedoch, nachdem der Senator die Ausschreibung übernommen hat, bisher zu keiner Standortfrage geäussert, da dieses erst Sinn macht, wenn das Gesamtpaket mit dem Senator, der Sportdeputation, dem LSB und dem Sportamt geschnürt werden kann. Die Berichterstattung des Weser Kurier vom 18. März ist insofern inkorrekt, eine Aussage pro Obervieland wurde von BLV-Geschäftsführer Hermann Dressel dem Redakteur gegenüber nicht gemacht.
 

Matthias Reick
-Präsident des BLV-