DM Mehrkampf Schüler
17.08.2010: (mg) - Insgesamt drei Bremer Athleten starteten am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Schüler-Mehrkampfmeisterschaften in Hannover. Allein das ist schon erfreulich, nachdem im vergangenen Jahr nur ein Schüler aus der Hansestadt überhaupt die Qualifikation geschafft hatte.Im folgenden die ausführlichen Wettkampfberichte über Fabian Netzlaff vom SV Werder (von Olaf Kelterborn) und Jan sowie Torben Walter von der LG Bremen-Nord (von Cord Walter):
Für Werders talentierten A-Schüler Fabian Netzlaff gab es ein Debüt zu feiern. In Hannover schlug sich der Allrounder bei seinem ersten überregionalen Wettkampf mehr als beachtlich. Gleich zwei neue persönliche Bestleistungen und drei weitere tolle Ergebnisse sollten Fabian Netzlaff bei seinem Blockmehrkampf „Sprint/Sprung“, der sich aus den Disziplinen 100 Meter, 80 Meter Hürden, Weitsprung, Hochsprung und Speerwurf zusammensetzt, gelingen. Gleich der erste Wettbewerb, die 100-Meter-Sprintdistanz, brachte in 11,92 Sekunden einen guten Auftakt für den Vierzehnjährigen, womit er sich sofort unter die Top 10 seines Jahrgangs einreihte.
Weiter ging es mit dem 80-Meter-Hürdenlauf. In neuer persönlicher Bestzeit von 11,42 Sekunden überquerte der Grün-Weiße die Ziellinie und ging dementsprechend motiviert in die dritte Disziplin des Tages, den Weitsprung. Es sollte sich auszahlen. In seinem besten Versuch landete Netzlaff bei 6,15 Meter, womit er seine bisherige Bestleistung um sage und schreibe 36 Zentimeter verbessern und sich die meisten Punkte seines gesamten Mehrkampfes sichern konnte.
Die letzten beiden Disziplinen, der Hochsprung und der Speerwurf, sorgten anschließend endgültig für ein überaus erfolgreiches Meisterschaftsdebüt von Fabian Netzlaff. Im Hochsprung überquerte der Werderaner souverän die Höhe von 1,60 Meter und ließ im Speerwurf, seiner schwächsten Mehrkampfdisziplin, 28,10 Meter folgen. In der Gesamtwertung erbrachten seine durchweg guten Leistungen 2.797 Punkte, womit er als Zwöfter nur denkbar knapp an den Top 10 Deutschlands vorbeischrammte.
Sportwart Andrei Fabizius zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen des Nachwuchsmehrkämpfers: „Fabian hat hervorragende Ergebnisse erzielt, was bei den ersten Deutschen Meisterschaften aufgrund von Nervosität nicht unbedingt hätte der Fall sein müssen. Er hat sich aber wenig beeindrucken lassen und konnte genau an das anknüpfen, was er schon das ganze Jahr zeigt, nämlich konstant gute Leistungen. Hervorzuheben ist natürlich ganz besonders sein Weitsprung, womit er in seiner Altersklasse in Deutschland ganz weit nach vorne gesprungen ist und auch für die Norddeutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Dessau ein Wörtchen um die besten fünf Plätze mitzusprechen hat.“
Zwei Tage, zwei Wetter. Am Sonnabend Sonne mit angenehmen Temperaturen, am Sonntag Eintrübung und im Folgenden lang anhaltender Regen. Da wurde aus dem Achtkampf ein Neunkampf, gegen den Regen ...
Dadurch litten dann auch die Leistungen insbesondere in den technischen Disziplinen. Eine Beinverletzung machte sich bei Torben bereits am ersten Wettkampftag über 80 Meter Hü bemerkbar, und im Verlauf der zweiten Disziplin Weitsprung brach er dann vorsorglich den Wettkampf ab. Nach verhaltenem Start über 80 Meter Hürden (13,34 Sekunden) erreichte Jan 5,22 Meter im Weitsprung. Beim Kugelstoß wuchtete er die Kugel auf gute 13,44 Meter. Leider riss er im Hochsprung bei 1,48 Meter dreimal knapp und musste sich mit einer übersprungenen Höhe von 1,44 Meter zufrieden geben. Der zweite Wettkampftag begann zwar unüblich, doch glücklicherweise mit Stabhochsprung und damit noch im Trockenen. Im weiteren Verlauf des Wettkampftages begann dann der Regen, und Athleten rutschten wiederholt am Stab einfach ab. Jan übersprang 2,90 Meter und scheiterte auch hier jeweils knapp an 3,00 Meter. Während des ersten Diskus-Durchgangs und gerade vor seinem ersten Versuch setzte der Regen ein. Mit 30,69 Metern zog er sich zwar noch achtbar aus der Affäre, blieb aber doch deutlich unter seinen Möglichkeiten und auch den Einwürfen. Einen Speerwurf über 50 Meter konnte er in der folgenden Disziplin leider nicht halten, aber mit 46,41 Metern erzielte er die größte Weite. Im abschließenden 1000-Meter-Lauf erreichte er in 3:24,48 Minuten eine für ihn gute Zeit. In einem Teilnehmerfeld von 26 Athleten belegte Jan schließlich mit 4.145 Punkten den 12. Platz.
Sicher hätte er sich bei seinen ersten Deutsche Meisterschaften ein besseres Punkteergebnis gewünscht, doch dazu hat er dann hoffentlich gemeinsam mit seinem Bruder Torben im nächsten Jahr 2011 wieder Gelegenheit.
