Ulm - das Sprungbrett nach Berlin für drei Bremer?

03.07.2009: (mg) - Bei den 109. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Ulmer Donaustadion morgen und übermorgen hoffen Carolin Nytra, Jonna Tilgner und Sebastian Bayer (alle Bremer LT / TuS Komet Arsten) nicht nur auf erfolgreiche Titelverteidigungen sondern auch auf die Erfüllungen der WM-Normen für Berlin.


Weitere Starter aus der Hansestadt sind die 4x100-Meter-Männerstaffel des SV Werder und Inga Reschke (LG Bremen-Nord) im Diskuswurf der Frauen

Auf leichtathletik.de hat der DLV die Favoriten und Herausforderer in den einzelnen Disziplinen zusammengefasst:


100 Meter Hürden
Carolin Nytra könnte den Hattrick perfekt machen. Die Aussichten sind dabei bestens, Zeiten zwischen 13,00 und 13,20 Sekunden kann die Bremerin stabil abrufen, allerdings strebt sie nach Höherem. Die WM-Norm mit 12,96 Sekunden, die es zweimal zu erfüllen gilt, ist der Maßstab. Die Deutsche Hallenmeisterin Nadine Hildebrand (LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg) ist zuletzt nach einer Verletzung außer Tritt gekommen, bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften in Göttingen lief sie im Vorlauf unter Schmerzen gar nur 13,98 Sekunden. So lauern andere wie die Stuttgarterin Stephanie Lichtl, die mit einer frischen Bestzeit von 13,09 Sekunden antritt, und die Leverkusenerin Anne-Kathrin Elbe auf ihre Chance.


400 Meter Hürden Frauen
Titelverteidigerin Jonna Tilgner gehört auch in Ulm wieder zu den ersten Anwärterinnen auf Gold. Bei der Team-EM in Leiria (Portugal) steigerte die Bremerin ihre Saisonbestmarke auf 56,45 Sekunden und führt damit die deutsche Bestenliste vor den jungen Läuferinnen Fabienne Kohlmann (LG Karlstadt; 56,80 sec) und Inga Maria Müller (LG Hannover (56,97 sec) an. Auch die Saarbrückerin Tina Kron, im vergangenen Jahr Zweite der Deutschen Meisterschaften, hat sich mit 57,06 Sekunden bereits wieder in Position für einen Angriff auf das Treppchen gebracht.


Weitsprung
Vor drei Jahren hatte in Ulm bei seinem Titelgewinn noch kaum jemand von Sebastian Bayer Notiz genommen, als Titelverteidiger, Hallen-Europameister und Hallen-Europarekordler steht er jetzt im Mittelpunkt. Dabei ist bei dem Bremer nach gesundheitlichen Einschränkungen in der Vorbereitung und einer Saisonbestleistung von 8,02 Metern noch Sand im Getriebe, das er als bekannt guter Meisterschaftsspringer aber nun loswerden könnte. Hinter der A- und B-Norm für die WM von 8,15 bzw. 8,05 Metern sind die Spezialisten bisher noch vergeblich hinterher gesprungen, sie müssen die Führung in der Jahresbestenliste sogar dem Zehnkämpfer Michael Schrader (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen; 8,05 m) überlassen. Das zu ändern, sollte auch für Peter Rapp (LAV Asics Tübingen; 8,04 m bisher), Nils Winter (Team Referenznetzwerk Leverkusen; 8,01 m) und Kollegen nun aber Ehrensache sein. Der WM-Neunte Christian Reif (ABC Ludwigshafen) wird voraussichtlich verletzungsbedingt fehlen.