7. "Run for Help" mit 2.500 Euro Spendensumme
25.05.2009: (mg) - Hervorragende äußere Bedingungen und der Applaus mehrerer hundert Zuschauer sorgte auch in diesem Jahr für Top-Leistungen beim 7. Leichtathletikmeeting „Run for Help“ des SV Werder. Für das Highlight sorgte einmal mehr Carolin Nytra (Bremer LT / TuS Komet Arsten) über die 100 m Hürden der Frauen.Trotz einer Angina in der letzten Woche trumpfte Carolin Nytra, zugleich Schirmherrin der Veranstaltung, mit einer Zeit von 13,10 sec auf und distanzierte das restliche Teilnehmerfeld deutlich. Sie verfehlte die WM-Qualifikation nur um 14 Hundertstelsekunden. Noch knapper schrammte Helge Schwarzer (HSV) über die 110 m Hürden an der Fahrkarte für Berlin vorbei. Mit 13,67 sec fehlten ihm gerade 11 Hundertstelsekunden. Für einen neuen Meetingrekord reichte die Zeit dennoch in jedem Fall.
Die 100 m der Männer wurden wie erwartet durch Ryan Shields (Jamaika) dominiert. Er distanzierte in 10,47 sec dabei den Weitsprung-Europameister Sebastian Bayer (Bremer LT / TuS Komet Arsten), der mit 10,73 sec dennoch in der für ihn fremden Disziplin eine ansprechende Leistung anbot. Die 100 m der Frauen entschied Stephanie Thumann (HSV) in 11,85 sec für sich.
Insgesamt konnten die Athleten fast exakt 2.500 Euro für den Elternverein leukämie- und tumorkranker Kinder erlaufen. „Wir sind mit dem Ergebnis erneut hochzufrieden“, resümiert Meetingdirektor Philipp Mehrtens. „Die Leistungen waren ansprechend, und auch die Spendensumme stimmt uns froh“, so Mehrtens weiter.
Die grün-weißen Athleten nutzten den Heimvorteil und präsentierten sich in hervorragender Form in der noch jungen Saison. Dabei konnten insbesondere die Sprinter auf sich aufmerksam machen – allen voran René Schwarz.
Schwarz ging über die 100 m-Strecke an den Start, überquerte die Ziellinie nach 11,24 sec und steigerte damit seine persönliche Bestleistung um nahezu zwei Zehntel. Knapp geschlagen geben musste er sich seinem Teamkollegen Jeffrey Muldrow, der mit 10,98 sec seine gute Form bestätigte. Beide Werderaner waren gemeinsam mit Kim-Christoph Jokel und Bruno Gärtner auch in der 4x100m -Staffel am Start. Mit 42,33 sec verpasste das Quartett um gerade einmal 13 Hundertstelsekunden die Qualifikationsnorm zu den Deutschen Meisterschaften Anfang Juli in Ulm.
Ebenfalls knapp an der Qualifikation vorbei schrammte Tanja Schultze. Obwohl der Schützling von Trainer Andriy Wornart noch der Altersklasse der A-Jugend angehört, startete sie bei „Run for Help“ bei den Frauen. Dort belegte sie über die 100 m Platz 5 und erzielte mit 12,62 sec eine neue persönliche Bestleistung. Damit fehlten ihr nur zwei Zehntel zur Qualifikation zu den Deutschen Jugendmeisterschaften. Auch über die 200 m-Distanz schlug sich die Sprinterin beachtlich. Trotz starkem Gegenwind erreichte sie am Ende den dritten Platz in 26,32 Sekunden. Ihr Teamkollege Malte Schwarting war auf seiner Spezialstrecke, den 110 m Hürden, zunächst vom Pech verfolgt. Im Vorlauf stürzte er und konnte das Rennen nicht beenden. Außer Konkurrenz startete er dennoch im Endlauf. Hier machte er es umso besser, denn 14,69 sec bedeuteten neue persönliche Bestleistung. Ebenfalls über die Hürden am Start, allerdings auf der 400 m-Distanz, war Christian Siegmund. Er ließ das gesamte Teilnehmerfeld hinter sich und überquerte als Erster die Ziellinie in 55,57 sec.
Neben den Erwachsenen hatten im Rahmenprogramm auch die jugendlichen Athleten die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Und auch hier konnten Werders Sprinter überzeugen. Sowohl Max Hentschel als auch Linda Krevert liefen über 100 m neue persönliche Bestzeiten und sicherten sich jeweils den Gesamtsieg.
Für besonderes Aufsehen sorgte eine Werder-Staffel, die einen Weltrekordversuch über die 4x200 m im Rückwärtslaufen unternahm. Andriy Wornart, Bela Crämer, Ahmad Hosseini und Andrei Fabrizius benötigten 2:42,42 min für die ungewöhnliche Disziplin und verfehlten damit die Rekordzeit um nur zwei Sekunden. Ansporn genug für eine Wiederholung im nächsten Jahr.
Der Verdener Andreas Oberschilp hat im Trikot der LG Bremen-Nord das 5000 m-Rennen gewonnen. Das "Run for Help" hatte die zwölfeinhalb Runden zum zweiten Mal im Programm und bietet gute Voraussetzungen für schnelle Zeiten.Oberschilp ging mit dem Startschuss gewohnt engagiert an die Spitze des Feldes und wurde gegen Ende der ersten Runde vom späteren Zweiten, Nico Göllnitz (Hamburger SV) abgelöst. Göllnitz drückte noch mehr aufs Tempo und lief einen Teils deutlichen Vorsprung heraus. Oberschilp behielt sein angeschlagenes Tempo souverän bei und konnte bereits in der fünften Runde aufschließen und die Führung erneut übernehmen.Bei hochsommerlichen Temperaturen und teils böigen Winden baute Oberschilp seinen Vorsprung immer weiter aus und siegte in starken 15:39,85 min vor Göllnitz (16:04,27).Dritter wurde Stefan Wießner (Marathon Club Bremen) in 16:25,63.
