Sieg in Leipzig und Bestzeit in Glasgow
01.02.2009: (mg) - Jonna Tilgner vom Bremer LT / TuS Komet Arsten hat mit einem Sieg auf der 400 Meter-Strecke beim internationalen Erdgas-Athletics-Meeting in der Arena Leipzig, wo in drei Wochen auch die Deutschen Hallen-Meisterschaften stattfinden werden, überzeugt. Die Bremerin lief in ihrem ersten Saisonrennen im zweiten Zeitendlauf 53,65 Sekunden - deutsche Jahresbestleistung - und überquerte damit vor Zuzana Hejnova (53,91) aus der Tschechischen Republik die Ziellinie. Ihre nationale Konkurrenz hielt Jonna ebenfalls in Schach: Florence Ekpo-Umoh in 54,04 als Dritte und Claudia Marx in 54,92 als Fünfte hatten schon einigen Rückstand. „In der Startphase sind noch Reserven, und zwischen 100 und 200 Meter habe ich mich noch nicht getraut, meinen Schritt weiter zu laufen, aber vor allem mit der zweiten Runde bin ich schon sehr zufrieden“, analysierte die Olympia-Achte von Peking ihr Rennen.Unterdessen war Jonnas Vereinskameradin Carolin Nytra Tags zuvor beim Hallen-Länderkampf in Glasgow zu einer neuen persönlichen Bestzeit über 60 Meter Hürden gelaufen. Als Dritte in 8,15 Sekunden fehlten ihr fünf Hundertstelsekunden zur Norm für die Hallen-EM. Die Siegerin des Laufes hieß Hallen-Weltmeisterin LoLo Jones aus den USA (7,95) vor Sarah Claxton (Großbritannien, 8,06). „Beim ersten Wettkampf ist immer noch ein wenig Unsicherheit dabei, egal, wie gut man trainiert hat. Jetzt weiß ich auf jeden Fall, wo ich stehe und vor allem, was in den kommenden Rennen möglich ist“, freute sich die 22-Jährige auf die kommenden Meetings in Stuttgart, Düsseldorf und Karlsruhe.
Kurioserweise stand die Bremerin nur eine Stunde darauf schon wieder an der Startlinie und zwar über 800 Meter. Die eigentlich nominierte Jana Hartmann (LG Olympia Dortmund) musste ihren Start kurzfristig absagen. So bewies Carolin Nytra wahren Teamspirit und sicherte der DLV-Auswahl joggend als Fünfte einen Punkt.
Die Deutsche Mannschaft belegte übrigens mit 51 Punkten hinter einer Commonwealth-Auswahl (60) und Großbritannien (57), aber vor den USA (46) und Schweden (37) den dritten Platz.
Weniger gut erging es Nytras Freund Sebastian Bayer. Zwar wurde Bayer im Weitsprung mit ordentlichen 7,78 Meter Vierter, allerdings musste er den Wettkampf wegen einer Verhärtung der Adduktoren abbrechen. „Nichts Schlimmes, aber eben ärgerlich, weil in der Halle nur noch sehr wenige Meetings den Weitsprung im Programm haben“, haderte der Neubremer mit der Situation.
