Maxi Knief auf Höhenflug (Foto: Jörg Großmann)
Zwei Norddeutsche Titel in Hamburg
14.07.2014: (mg) - Zwei norddeutsche Meistertitel und zwei Qualifikationen für die Deutschen Jugendmeisterschaften verbuchten Werders Leichtathleten bei den Norddeutschen Meisterschaften in der Hamburger Jahnkampfbahn. Für die größten Bremer Erfolge sorgten Maximilian Knief im Stabhochsprung der Altersklasse U18 und Svea Kittner im 200-Meter-Sprint der Frauen.Maximilian Knief, der in der vergangenen Woche bereits einen neuen Bremer Landesrekord aufgestellt hatte, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann mit übersprungenen 4,50 Metern. Den Doppel-Triumph perfekt machte Philip Kass, der sich mit 4,40 Metern direkt hinter Maximilian Knief einreihte. Svea Kittner gelang im Zeitlauf ein tolles Rennen, das sie in neuer Bestzeit von 24,77 Sekunden abschloss. Damit ließ sie die gesamte norddeutsche Konkurrenz hinter sich und freute sich, trotz knapp verpasster DM-Einzelqualifikation, sichtlich über den unerwarteten Titelgewinn. Ebenfalls freuen konnte sich Rahel Rüdel, die auf der gleichen Distanz als Bronzemedaillengewinnerin in 25,24 Sekunden über die Ziellinie lief.
Einen Überraschungserfolg im Sprint der U18 gab es für die 4x100-Meter-Staffel zu feiern. Das Quartett Sarah Narloch, Katharina Rocke, Finja Damaschke und Klara Welcker lief 49,16 Sekunden, womit sie sich nur knapp hinter den ersten beiden Staffeln auf dem Bronzerang platzierten. Gleichzeitig unterboten sie mit ihrer Zeit deutlich die DM-Norm für die nationalen Titelkämpfe in Bochum-Wattenscheid und verbesserten den bisherigen Bremer Landesrekord aus dem Jahr 2004. Katharina Rocke gelang im Vorlauf über 100 Meter zudem ein weiterer Coup. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 12,43 Sekunden qualifizierte sie sich auch in einem Einzelwettbewerb für die U18-DM. Anneke Köpp vom Bremer LT / TuS Komet Arsten wurde hier Sechste in 12,67 Sekunden (Zwischenlauf 12,56). Über 200 Meter kam sie als Vierte in 26,02 Sekunden ein.
Die zweite 4x100-Meter-Staffel, die auf der Hamburger Jahnkampfbahn für Furore sorgte, war das Werder-Frauen-Team. Constanze Hungar, Sandra Dinkeldein, Rahel Rüdel und Svea Kittner liefen eine gute Zeit (46,59 Sek.) und mussten lediglich der LG Weserbergland den Vortritt lassen. Der Einzelsprint über 100 Meter stand ebenfalls ganz im Zeichen von Grün-Weiß. Alle vier Staffelläuferinnen erreichten den Endlauf und belegten am Ende die Plätze drei bis sechs. Svea Kittner erreichte in 12,05 Sekunden die beste Zeit des Sprintquartetts. Noch einen Rang besser platzierte sich Hochspringerin Kerstin Geisweller (SVW) in der U18. In einem spannenden Wettbewerb übersprang sie 1,70 Meter und verpasste den norddeutschen Titel nur aufgrund eines Fehlversuches mehr als die höhengleiche Siegerin.
Im Männerbereich gab es ebenfalls Grund zur Freude, denn sowohl die 4x100-Meter-Staffel des SV Werder (Michael Koch, Patrick Pajer, Christian Narloch, Kim Jokel) mit einer Zeit von 42,66 Sekunden als auch Felix Wedekämper über 400 Meter Hürden in 57,04 Sekunden konnten sich die Bronzemedaille um den Hals hängen.
Sogar Silber gab es im Diskuswurf der Frauen für Inga Reschke von der LG Bremen-Nord. Bei guten Wetterbedingungen hatte die Nordbremerin leider insgesamt vier ungültige Würfe außerhalb des Sektors, der erste und der dritte Wurf waren deutlich über 45 Meter. So standen am Ende 43,69 Meter für Inga Reschke zu Buche, was mit 19 Zentimetern Vorsprung zu Platz zwei reichte. Siegerin Sonka Kielmann von Hannover 96 erreichte ihre Bestweite von 47,34 Metern erst im sechsten Durchgang. "Mit der Platzierung bin ich also zufrieden, aber hätte selbstverständlich lieber auch noch eine bessere Weite im Endergebnis stehen gehabt", lautete das Fazit von Inga Reschke.
