DM Jugend in Rostock - Jay Barry 7. über 200 Meter

28.07.2013: (mg) -   Mit dem Titelgewinn von Stina Seidler vom SV Werder im Stabhochsprung und zwei weiteren Top-Ten Platzierungen feierten Bremens Nachwuchs-Leichtathleten die erfolgreichsten Deutschen Jugendmeisterschaften seit langem. In Rostock lief Jay Barry vom Bremer LT/BTS Neustadt heute über 200 Meter mit Landesrekord ins A-Finale und auf Rang sieben.

 Nach dem Vizetitel von Fabian Netzlaff (SV Werder) über 100 Meter der U18 im Vorjahr setzte Stina Seidler am „goldenen“ Freitagabend mit Titelgewinn und deutschem Rekord von 4,11 Metern noch einen drauf. Am Sonnabendmittag meldete sie sich dann kurz vor ihrem Start zum 100-Meter-Vorlauf der U18 mit Hüftproblemen ab. So war aus Bremen nur noch Jay Barry in dieser Disziplin vertreten, die in Gambia geborene U18-Athletin rannte auf der ungünstigen Bahn acht in 12,77 Sekunden deutlich am Zwischenlauf vorbei. „Aber die 100 Meter sind nur ein Aufgalopp für die 200 Meter am Sonntag“, hatte BLT-Trainer Jens Ellrott im Vorfeld der Meisterschaften verlauten lassen.

 Wie Recht er hatte. Über die halbe Stadionrunde stürmte Jay Barry mit neuer Bestzeit (vorher 25,08 = Landesrekord) von 25,02 Sekunden ins A-Finale und wurde dort später in 25,24 Sekunden Siebte. „Ein bisschen hat am Ende die Kraft gefehlt“, berichtete der Coach, „Jay war hypernervös und hat auch zu früh vom Kopf her aufgegeben. Das muß sie bei solchen Rennen, wo sie nicht vorne mit dabei ist, noch lernen. Aber insgesamt hat Jay sich super toll verkauft.“ Im übrigen stand Rand sieben erst nach einem Protest des BLT fest. Die Organisatoren hatten kurzerhand A- und B-Endlauf zusammen gewertet, dagegen hatte Jens Ellrott erfolgreich widersprochen.

 In der U20 reichten für Rahel Rüdel vom SV Werder 25,34 Sekunden nicht zum Weiterkommen, 25,20 Sekunden wären nötig gewesen. „Sie ist unzufrieden, weil sie schlecht gelaufen ist und ihre Leistung hier nicht abgerufen hat“, berichtete Werders Sprinttrainer Andrei Fabrizius. „Da es nicht ganz so viele Starterinnen gab, wäre der Finaleinzug durchaus möglich gewesen. Das hatten wir auch schon über die 100 Meter am Freitag gehofft“, trauerte Andrei Fabrizius, trotz Rang zehn über 100 Meter, ein wenig der verpassten Chancen nach. Ganz und gar nicht unzufrieden war Rüdels Vereinskameradin Kerstin Geisweller, die im Hochsprung der U18 1,68 Meter meisterte (Rang 17). „Die 1,71 Meter waren knapp, Kerstin ist ohnehin bisher nur einmal über 1,70 Meter gesprungen“, ordnete Andrei Fabrizius das Ergebnis der DM-Debütantin ein.

 Für Marcel Skalecki (LG Buntentor Roadrunners), der mit 4:20,88 Minuten nicht in den Endlauf über 1500 Meter der U20 einziehen konnte, war schon die DM-Qualifikation in persönlicher Bestzeit von 4:04,87 Minuten im Juni in Osterode ein Erfolg. Selbst diese Zeit hätte am Sonnabend nicht zum Finale gereicht.