Kittner und Willmannn verkaufen sich teuer

24.02.2013: (mg) - Mit Svea Kittner und Luca Willmann (beide SV Werder) verkauften sich die beiden Bremer Vertrater bei den 60 Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund teuer und überzeugten in der ausverkauften Helmut-Körnig-Halle mit starken Leistungen.
 
Als erstes gab Svea Kittner, in ihrem ersten Jahr bei den Frauen, ihr Debüt bei den „großen“ Deutschen Meisterschaften. Über 60 Meter ging sie am Samstag an den Start und krönte ihre ohnehin schon beeindruckende Hallensaison. Bereits im Vorlauf bestätigte die 19-jährige mit 7,69 Sekunden ihre bisher gezeigten Leistungen und schaffte den Sprung ins Halbfinale der 16 besten deutschen Sprinterinnen. Verena Sailer, 100 Meter-Europameisterin 2010 in Barcelona, und Inna Weit, amtierende Deutsche Meisterin über 200 Meter, hießen unter anderen die Konkurrentinnen im Halbfinale. Inspiriert durch diese namenhafte Konkurrenz und angespornt durch die stimmungsvolle Arena sprintete Svea Kittner zu einer neuen persönlichen Bestzeit von 7,64 Sekunden. Zwar reichte diese Zeit zwar nicht für das Finale der besten Acht, aber mit der zwölfbesten Zeit übertraf sie alle Erwartungen. Dies sah auch ihr Sprinttrainer Andrei Fabrizius so: „Svea hat ihre Sache hier richtig gut gemacht und sich selbst für ihre sehr starke Hallensaison belohnt. Nach einem von Verletzungen geprägten Sommer freut mich ihre Entwicklung umso mehr.“

Am Sonntag ging mit Luca Willmann auch der zweite Bremer Sprinter an den Start. Luca Willmann steigerte sich im Verlauf der Hallensaison von Rennen zu Rennen über seine Lieblingsstrecke, den 200 Metern. Zuletzt gelang ihm bei einem Hallenmeeting in Bielefeld eine neue Bestzeit von 22,01 Sekunden. Was aber auf dieser Distanz in der Halle die richtige Bahn bewirkt, zeigte sich einmal mehr in Dortmund und ist der Grund für die Streichung dieser Strecke bei internationalen Meisterschaften. Die Vorläufe werden nach den Meldezeiten gesetzt, womit der Werderaner mit Bahn eins vorlieb nehmen musste. Aufgrund der engen Kurvenradien in der Halle ist dies ein beträchtlicher Nachteil, wie es auch Luca Willmann erfahren musste. In Topform angereist, konnte er auf dieser Bahn sein Potential nicht ausschöpfen und so spiegelt seine Zeit von 22,60 Sekunden auch keinesfalls sein derzeitiges Leistungsvermögen wider.