Trauben hängen hoch im Mehrkampf
06.08.2012: (mg) - Meist kein Happy-End gab es für die Nachwuchs-Zehnkämpfer nach zweitägigen Anstrengungen beim 2. Burgwall-Mehrkampf der LG Bremen-Nord. Sowohl dem Sieger der U20-Klasse, Lukas Langhanki aus Bad Sooden-Allendorf, als auch dem einheimischen Torben Walter als Bester der U18 fehlten am Ende nur wenige Pünktchen zu ihren selbst gesteckten Ziel, der Teilnahme an den Deutschen Zehnkampf-Meisterschaften.Der 16jährige Torben Walter begann seinen allerersten Zehnkampf am ersten Tag mit guten 11,80 Sekunden über die 100 Meter und sehr starken 6,46 Meter im Weitsprung. Im Kugelstoßen ließ er 13,36 Meter folgen, bevor er sich im Hochsprung mit 1,70 Meter begnügen musste. Die nächste Höhe hätte ihm weitere 25 Punkte gebracht und damit in der Endabrechnung die Qualifikation.
Mit 55,14 Sekunden über die 400 Meter schloss der Zehnkämpfer der LG Bremen-Nord den ersten Tag mit 3.205 Zählern ab und war damit noch voll im Soll. Auch der zweite Tag begann viel versprechend für Torben Walter: 17,18 Sekunden im 110-Meter-Hürden-Sprint, 42,55 Meter im Diskuswurf und 3,93 Meter im Stabhochsprung. In der neunten Disziplin, dem Speerwurf, rettete er nach anfänglichem Zittern noch gute 48,85 Meter für die Punktetabelle. Danach war die Zielvorgabe für die nötigen 6.200 Punkte für Torben Walter klar. 5:10 Minuten waren über die 1.500 Meter gefordert. Nach gutem Beginn langte es letztlich nur zu 5:13 Minuten und damit zu 6.185 Punkten.
Noch knapper und ärgerlicher war das Endergebnis für Lukas Langhanki. Der Hesse überzeugte vor allem im Weitsprung (6,51 m), im 110-Meter-Hürdensprint (16,74 Sek.) sowie in den Würfen mit dem Diskus (44,20 m), dem Speer (46,62 m) und der Kugel (13,12 m). Nach 5:05,02 Minuten über die 1.500 Meter fehlten ihm mit seinem Endergebnis von 6.297 Punkten ganze drei Zähler für die DM-Quali für die U20.
Die Norm für die nationalen Mehrkampf-Meisterschaften übertraf dagegen die Siebenkämpferin Lisa Schröder vom Oldenburger TB in der U18. Mit 4.491 Punkten bezwang sie Marie-Anna Dunkhase (4.266) vom DSC Oldenburg. Auch der Sieg in der Altersklasse U 20 ging nach Oldenburg. Thea Schmidt vom DSC setzte sich knapp mit 4.243 Punkten und nur vier Pünktchen Vorsprung gegen die Werderanerin Sarah Rensch durch. Es folgten Sarah Rensch’ Vereinskameradin Laura Schweigart (3.894 Punkte) sowie Felina Bettinger (Bremer LT, 3.546 Punkte). Auf Rang fünf platzierte sich die einzige LG Nordlerin Rebecca Christen (3.387 Punkte), die anschließend der Siegerehrung unentschuldigt fern blieb.
Den Frauen-Siebenkampf gewann Marie-Sophie Frank (4.281 Pkt.) vom Hamburger SV, und beim Zehnkampf der Männer setzte sich Steffen Rothmann (5.697 Pkt.) von der LG Weserbergland im abschließenden Rennen mit guten 4:49,62 Minuten gegen seinen Vereinskameraden Patrick Conrad (5.447) durch.
Patrick Hilbrecht (SV Werder) mit übersprungenen 4,03 Metern und W50-Seniorin Silvia Janke (LG Nord, 2,93 Meter) boten den Zuschauern beim Stabhochsprung eine unterhaltsame Einlage und ausgezeichnete Sprünge während des Stabhochsprungs am 2. Tag.
Nach zwei für die Athleten anstrengenden Tagen kann ein durchweg positives Fazit für die Veranstaltung gezogen werden, auch weil der einzige Regenschauer während der Wettkämpfe pünktlich beim ersten Hürdenlauf der Damen aufhörte. Ein dickes Lob gab es auch für die Kampfrichter, die mit Augenmaß und regelkundig an zwei Tagen von früh bis spät den Athleten die Möglichkeit für ihre Wettkämpfe gegeben haben.
