Linda Krevert - zum zweiten Mal regulär sechs Meter gesprungen

Platz acht im Abo für Werderaner

30.07.2012: (mg) - Der Konkurrenz bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften (U23) im beschaulichen südpfälzischen Kandel stellte sich ein siebenköpfiges Team vom SV Werder, welches gleich drei Finalteilnahmen verbuchte. Allen voran konnte auch bei dieser DM eine Woche nach der DM Jugend Linda Krevert mit zwei achten Plätzen im Weitsprung und über 200 Meter glänzen. Auch die Junioren-Staffel der Grün-Weißen belegte Rang acht nach dem Einzug in das B-Finale.
 
Nervenaufreibend verlief der Vorkampf im Weitsprung von Linda Krevert, bevor sie im dritten Versuch starke Nerven bewies. In einem langen Vorkampf mit 21 Teilnehmerinnen steigert sich Linda Krevert genau in diesem Versuch von 5,96 Meter auf 5,97 Meter. Dieser Zentimeter bescherte ihr den wichtigen achten Platz, welcher für den Endkampf berechtigt, weitengleich mit der Neuntplatzierten. Im Endkampf gelang Linda im letzten Versuch eine weitere Steigerung auf genau 6,00 Meter.

Keine 15 Minuten nach ihrem letzten Sprung saß Linda Krevert dann schon wieder im Startblock für die 100 Meter. Diese absolvierte sie im Vorlauf in 12,09 Sekunden und im Zwischenlauf in 12,18 Sekunden, womit sie als Zehnte hier nur knapp das Finale verpasste. Linda selbst sagte nach dem Ende des ersten Tages: „Mir fehlte am Ende der 100 Meter einfach ein wenig die Kraft nach dem langen Weitsprungwettkampf in der Sonne. Trotzdem freue ich mich riesig, auch bei der dritten nationalen Meisterschaft in diesem Jahr wieder das Finale im Weitsprung erreicht zu haben.“ Am zweiten Tag zog die Bremerin dann aber doch noch in ein Sprintfinale ein. Nach neuer persönlicher Bestzeit von 24,89 Sekunden im Vorlauf über 200 Meter verbesserte sich Linda Krevert im B-Finale noch einmal auf 24,70 Sekunden und erreichte auch hier in der Endabrechnung einen sehr guten achten Platz.
 
Nachdem man am Freitag noch bei 37 Grad und Sonne in Kandel anreiste, startete der Wettkampf dann mit einem heftigen Regenschauer am Samstagmittag. Genau in diesem Moment stand Niclas Aleff schon bereit für seinen Vorlauf über die 400 Meter Hürden. Bei leichtem Regen überquerte Niclas Aleff  nach 54,77 Sekunden die Ziellinie und belegte den zweiten Platz in seinem Vorlauf. Nach allen Vorläufen bedeutete dies Platz sieben und aufgrund der nur sechs vorhandenen Rundbahnen das Aus bereits im Vorlauf. „Das war ein schlechter Lauf, in dem ich zu keiner Zeit meinen Rhythmus gefunden habe und die Vorgaben meines Trainers nicht erfüllen konnte“, sagte ein enttäuschter Niclas Aleff im Anschluss.

Direkt danach teilte sich Niclas Aleff mit seinen Teamkollegen Patrick Pajer, Christian Narloch und Luca Willmann die Stadionrunde. Die 4x100-Meter-Staffel war trotz Saisonbestzeit von 42,45 Sekunden im Vorlauf eigentlich knapp am B-Finale gescheitert. Jedoch konnte das Werder-Quartett durch den Verzicht einer besser platzierten Staffel doch noch einen Startplatz einnehmen. Am zweiten Tag zeigten sich dann der Reiz und die Chancen des Staffelwettkampfes. Trotz eines nicht optimalen Endlaufes der Grün-Weißen in 42,91 Sekunden konnte man sich letztlich noch Platz acht ersprinten, da auch die Konkurrenz an diesem Finaltag ihre Mühe und Not mit dem Staffelstab gehabt hatte.
 
Luca Willmann und Svea Kittner gingen beide über die halbe Stadionrunde an den Start. Luca Willmann erwischte einen schlechten Start in seinem Lauf und kam nach 21,93 Sekunden ins Ziel, womit er um nur neun Hundertstelsekunden das mögliche Finale verpasste. Sprinttrainer Andrei Fabrizius dazu: „Luca hat das Finale auf den ersten 30 Metern verloren, auf denen er beinahe gestürzt wäre. Das hat ihm letztlich dann das Finale gekostet. Das ist sehr schade, Luca hat gut trainiert und hätte hier sicher eine gute Platzierung erreichen können.“
 
Svea Kittner gab nach einer Bänderverletzung im Vorfeld der Saison ihr Comeback auf den 200 Metern. Sie lief 25,73 Sekunden im Vorlauf und konnte damit wichtige Wettkampfpraxis für die anstehenden Norddeutschen Meisterschaften in Berlin sammeln.